Die Waldschule hat sich auch in diesem Jahr wieder mit mehreren Aktionen am bundesweiten Tag des Vorlesens beteiligt:
Der bekannte Jugendbuchautor Dirk Reinhardt war an zwei Tagen zu Gast, um dem 7. + 9. Jahrgang aus seinen Romanen vorzulesen.
Die Sechstklässler nutzten den Tag, um sich in einer Art Lesepuzzle gemeinschaftlich das Jugendbuch „Mein Sommer mit Mucks“ von Stefanie Höfler zu erschließen und gleichzeitig betontes Vorlesen für den bald anstehenden Lesewettbewerb des deutschen Buchhandels zu üben. Dazu wurden Tische verrückt, Kuscheldecken und Knabbereien mitgebracht, es wurde reihum vorgelesen – und am Ende des Unterrichtsblockes hatte man ein ganzes Buch geschafft!
Die „Großen“, also die Schülerinnen und Schüler der Deutsch-Kurse aus der Q1, lasen unseren „Kleinen“, den Fünftklässlern, aus ihren Lieblingskinderbüchern vor.
Tessa Gartelmann aus der Q1 berichtet:
Ein wenig aufgeregt, aber auch motiviert stehen wir am 26.11. in der Aula. Die letzten Dinge werden noch einmal durchgesprochen, wir lesen schnell über die ausgewählten Stellen und drucken im Kopierraum die letzten – natürlich superwichtigen – Zettel aus.
Dann geht es los: In unseren Kleingruppen gehen wir in die zugeteilten Klassen. Viele Augenpaare schauen uns neugierig an; auch die Kinder sind gespannt, was jetzt passieren wird. Nachdem sich alle Gruppen gefunden und gegebenenfalls aufgeteilt hatten, starten wir mit einer Vorstellungsrunde: Wer sind wir eigentlich, warum sind wir hier, und welches Buch stellen wir vor?
Anschließend war jede Q1-Gruppe frei in ihrer Gestaltung. Einige fingen direkt mit dem Lesen an, andere sprachen zunächst über Erwartungen an das Buch, und wieder andere ließen die Kinder kreativ werden – zum Beispiel mit der Aufgabe: „Erstelle deinen eigenen Steckbrief, als wärst du eines der drei ???“.
Früher oder später kamen dann alle Gruppen zum Vorlesen, und die Kinder hörten gespannt zu. Durch kleine Zwischenfragen konnten sie ihre Erwartungen immer wieder anpassen. So wurde aus der anfänglichen Hoffnung „Es geht bestimmt um Minecraft“ nach dem ersten Kapitel schnell ein schmunzelndes „Ich denke, um Minecraft wird es nicht gehen“. Die Kinder hatten ihren Spaß – und wir Großen erst recht.
Abschließend kann ich sagen, dass der Vorlesetag eine wirklich schöne Erfahrung war. Wir haben gemerkt, wie schnell man mit den Kindern in Kontakt kommt, wenn man ihnen mit Offenheit und ein bisschen Humor begegnet. Besonders schön war zu sehen, wie sehr sie sich auf das Vorlesen eingelassen haben und wie neugierig sie wurden, je länger wir dort waren.
LAD







