Die Waldschule Schwanewede beschult mittlerweile mehr als 80 Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf in allen Schulzweigen in den Jahrgängen von 5 bis 10. Das bedeutet, dass an der KGS Schwanewede – logistisch betrachtet – die Schülerschaft einer kompletten Förderschule am gemeinsamen Schulleben teilnimmt. Für diese Schülerschaft muss ein adäquates Lernangebot geschaffen werden. Um dieser Herausforderung Rechnung zu tragen, wurde 2017 der Fachbereich „Inklusion“ ins Leben gerufen.

Mit Einführung der inklusiven Beschulung an Regelschulen verändert sich immer weiter der Unterricht, der neben dem Kollektiv, auch jeden Einzelnen stärken in den Blick nimmt. Um diesen besonderen Herausforderungen, mit denen sich gleichermaßen Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte konfrontiert sehen, entgegenzutreten, sind konzeptionelle und personelle Anpassungen notwendig, um allen Beteiligten ein erfolgreiches Lernen und Lehren zu ermöglichen.

Aus diesem Grund hat die Schulleitung der Waldschule beschlossen den Fachbereich IT und Informatik um einen weiteren Aufgabenschwerpunkt zu erweitern. Alle Information und Anliegen im Zusammenhang mit Inklusion laufen an einer Stelle zusammen, werden priorisiert und entsprechend der unterschiedlichen Zuständigkeiten weitergeleitet und bearbeitet. Somit stellt der Fachbereich Inklusion eine Schnittstelle zwischen Schulleitung, Kollegium, den Fachbereichen und externen Institutionen dar.

Gemeinsames und individuelles Lernen in festen Lernarragements

Ein Eckpfeiler der inklusiven Beschulung an der KGS Schwanewede besteht in einem binnen differenzierten Unterrichtsmodell. Alle Schülerinnen und Schüler werden gemeinsam im Klassenverband unterrichtet und arbeiten am gleichen Lerngegenstand. Trotzdem wird auf die jeweiligen individuellen Bedürfnisse Rücksicht genommen. In der integrierten Eingangsstufe (Klasse 5 und 6) werden alle Schülerinnen und Schüler in gemischten Klassen, unabhängig von ihrer Schulzweigzugehörigkeit unterrichtet. Gerade beim Übergang von häufig sehr kleinen Grundschulen in die weiterführende KGS Schwanewede, setzt die Waldschule auf eine heterogene Klassenzusammensetzung, bei der vor allem auch die sozialen Kriterien eine wichtige Rolle spielen. So verbleiben Schülerinnen und Schüler, die während der Zeit in der Eingangsphase einen Schulzweig wechseln, weiterhin in ihrer Stammklasse. Nur in wenigen Fächern wird eine äußere Differenzierung nach Leistung vorgenommen.

Bei Wechsel in die Schulzweige ab Jahrgang 7 findet nach ausgiebiger Beratung eine individuelle Zuteilung der Schülerinnen und Schüler in die Schulzweige statt. Dabei finden fachliche, wie auch soziale Kriterien gleichermaßen Berücksichtigung. Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf werden in allen Jahrgängen zusätzlich sonderpädagogisch betreut.