Besuch aus Französisch-Guayana

Das Erasmus+ Projekt „Europa Natürlich!“ beinhaltet einen Schüleraustausch zwischen Maripasoula in Französisch-Guayana und Schwanewede. Anlässlich seines Besuches Ende Januar 2020, konnten wir Herrn Kerekdjian, Englischlehrer vom Collège Gran Man Difou, einige Fragen stellen.

Der ursprünglich aus Peru stammende Jean-François Kerekdjian ist 42 Jahre alt, nicht verheiratet und hat (noch) keine Kinder. Er wohnt in Maripasoula, einer Stadt mit 10.000 Einwohnern und drei Supermärkten. Das Klima ist tropisch und äquatorial, d.h. es bleibt das ganze Jahr über konstant warm, ca. 28°C. So liegt in Maripasoula niemals Schnee. Viele Einwohner bauen selbst ihr Obst und Gemüse an. Es gibt zwei Spezialitäten, die man überall essen kann: Bami-Goreng und Nasi-Goreng. Die Schule beginnt um 7:45 Uhr und endet erst um 17:00. Allerdings hat man eine zweistündige Mittagspause von 13:00 bis 15:00 Uhr.

Mitte März werden sich 13 Schwaneweder Schülerinnen und Schüler auf den Weg nach Südamerika machen, wo sie von 21 einheimischen Teilnehmern des Erasmus-Projektes empfangen werden. In dem Projekt „Europa Natürlich! Wald und Meer – Vielfalt und Verantwortung“ geht es unter anderem darum, den tropischen Regenwald mit unserem heimischen Mischwald zu vergleichen, z.B. die Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt.

Im Interview haben wir erfahren, dass im dortigen Regenwald viele exotische und manchmal auch gefährliche Tiere leben, z.B. u.a. viele verschiedene Wildkatzen, sogar Jaguars und Pumas, sowie kleine und große Spinnen und Schlangen, die auch mal giftig sein können. Diese Tiere halten sich vom Menschen fern, also ist es sehr unwahrscheinlich, dass man einem gefährlichen Tier begegnet, aber wenn, dann soll man ruhig bleiben, keine Angst zeigen und sich langsam entfernen. Das ist so ähnlich wie in unseren Wäldern mit Wolf und Wildschwein. Jeder weiß, dass es sie gibt, aber so gut wie niemand hat sie je in freier Wildbahn gesehen. Außerdem gibt es aber natürlich auch sehr viele ungefährliche Tiere im Regenwald, wie zum Beispiel über 400 verschiedene Vogelarten, zu denen auch Aras und Kolibris zählen und viele leuchtend bunte Schmetterlinge.

Die Reise von Maripasoula zu uns war sehr lang: allein über 10 Stunden Flugzeiten und zusätzliche Wartezeiten. Das war natürlich anstrengend. Aber es hat sich gelohnt: Deutschland macht einen wohlhabenden und sehr ordentlichen ersten Eindruck auf M Kerekdjian und auch unsere Schule gefällt ihm gut.

Text: Lukas, Luca, Philipp, Tami, Sina, Talisha, Maya (10G3)