Schulentwicklung an der Waldschule!

Bereits lange bevor die gezielte Schulentwicklung bzw. die Arbeit am Schulprogramm für niedersächsische Schulen verpflichtend wurde, gründete die Waldschule im Schuljahr 1993/94 eine so genannte „Profilgruppe“, die Impulse für die Schulentwicklung geben sollte und sich besonders um die pädagogische Ausrichtung der Schule kümmerte. Erste Erfolge waren 1994/95 der Beschluss zur Umsetzung des schuleigenen Konzeptes zur Gewaltprävention sowie eine Festschreibung der pädagogischen Ziele und Schwerpunkte, die für die folgenden Jahre Richtung gebend war. Die „Ära“ der Profilgruppe endete 2006 mit einer SchiLf, bei der ein neues Konzept zur Rhythmisierung des Unterrichtstages (Doppelstundenmodell inkl. EVA) aus der Taufe gehoben wurde.

2007 trat die Steuergruppe an die Stelle der Profilgruppe. Verbunden mit dieser Veränderung wurden auch neue Vereinbarungen für eine gezielte Schulentwicklung getroffen.

Zunächst entwickelte die Schulgemeinschaft ein Leitbild, das als Kompass für die Entwicklung der Schule in den Folgejahren dienen sollte. Künftige Entwicklungsvorhaben sollten sich also an diesem Leitbild orientieren, in Form von Schulentwicklungsprojekten (SEP) ausgeschrieben und mit einem konkreten Projektauftrag versehen werden.

Nach einer Bestandsaufnahme, die mit dem Evaluationsinstrument SEIS durch die Steuergruppe vorgenommen worden war, erstellte die Schulleitung einen Schulentwicklungsplan für die kommenden 5 Jahre und gab die ersten Schulentwicklungsprojekte in Auftrag. Dies waren:

Durch die Nutzung von Projektmanagement-Methoden wurden Ressourcen effektiver eingesetzt, Projektziele tatsächlich erreicht und die Projektergebnisse für die Schule wirklich nutzbar.  Alle im Rahmen der SEP entstandenen Konzepte wurden und werden regelmäßig evaluiert, d.h. auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.

Mit dem Beginn des Schuljahres 2012/13 wurde die Inklusion an allen niedersächsischen Schulen verbindlich eingeführt. Ziel der Schulentwicklung wurde damit auch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für die Umsetzung der inklusiven Beschulung aller Schwaneweder Schülerinnen und Schüler. Als Instrument für die inklusive Schulentwicklung hat die Waldschule den Index für Inklusion (Andreas Hinz und Ines Boban) gewählt. Mit diesem Katalog von Indikatoren und Kriterien, die in Form von 500 Fragen formuliert sind, hat die Steuergruppe im Schuljahr 2012/13 eine Bestandsaufnahme im Kollegium, im Schulelternrat und in der Schülerschaft durchgeführt. Ausgangspunkt dieser Bestandsaufnahme war die Frage: Wie inklusiv ist die Waldschule zum jetzigen Zeitpunkt? Aus der Bestandsaufnahme ergaben sich eine Reihe von Entwicklungszielen und entsprechenden Maßnahmen. Eine erneute, vergleichende Bestandsaufnahme steht an.  

Ein Schwerpunkt der Schulentwicklung war ab 2011 mit Blick auf die Einführung der inklusiven Schule die Veränderung der Schulstruktur in den Jahrgängen 5 und 6. Dieses Vorhaben wurde als Schulentwicklungsprojekt ausgeschrieben und endete mit der Einführung der Integrierten Eingangsstufe zum Schuljahr 2012/13.

Ein Folgeprojekt war die Entwicklung einer neuen Schulstruktur für die Jahrgänge 7-10. Die Projektergebnisse wurden allerdings nicht umgesetzt, weil sie nicht von einer deutlichen Mehrheit des Kollegiums befürwortet wurden. Das Kollegium entschied diesen Entwicklungsprozesses bis zum Beginn des Schuljahres 2018/19 zu unterbrechen und zunächst eine Evaluation des Pilotjahrgangs der Integrierten Eingangsstufe abzuwarten, der die Sek I im Schuljahr 2017/18 abschließen wird.  In der Zwischenzeit sollte die Integrierte Eingangsstufe auf der Grundlage der Evaluationsergebnisse aus den Jahren 2014 und 2015 weiterentwickelt werden.

Weitere Schulentwicklungsprojekte waren in den Schuljahren 2014/15 und 2015/16 „ILE Digital“ (Einführung eines neuen Zeugnisprogramms und eines digitalen Dokumentationstools für ILE) und im Schuljahr 2016/17 die Entwicklung eines „LRS-Förderkonzepts“. Beide Projekte befinden sich in der Phase der Umsetzung.